Unsere Absolventen

kamila_svarcova.jpg Kamila Švarcová

  • Was hat dir an der Grundschule der deutsch-tschechischen Verständigung gefallen? Was würdest du ändern?

An meiner Grundschule hat mir sehr der Unterrichtsstil von Deutsch gefallen. Dies hat mir in meiner Zukunft geholfen und ich bin dafür allen LehrerInnen dankbar. An dieser Schule war vielleicht nichts, was ich ändern wollte und was mir nicht gefallen hat. Alles war prima.

  • Warst du auf Lernen in Pirna genug vorbereitet?

Ja, wie ich schon erwähnt habe, an der GdDTV (Grundschule der deutsch-tschechischen Verständigung) haben mich Frau Boučková, Frau Nápravníková und Herr Stuckenborg sehr ausgezeichnet vorbereitet. Andere Lehrer haben sich bemüht, mir andere Grundkenntnisse für Leben beizubringen. Etwas habe ich aber nicht sehr gut begriffen.

  • Warum hast du dich entschieden nach Pirna lernen zu gehen (Was war der Anstoß)?

Hauptsächlich die Verbindung mit der deutschen Klassen im vierten Jahrgang war für mich erstens ein tolles Erlebnis und zweitens hat mir und meinem Vater die Idee gefallen, dass ich hier nachher lernen könnte.

  • Was war für dich am Anfang am schwierigsten?

Etwa Lernen – das war wirklich schwer. Wir mussten uns der deutschen Ordnung und den Gewohnheiten anpassen. Und ich muss sagen, dass ich mich damit abfinden musste, dass unsere Mentoren immer das letzte Wort haben. Das lerne ich noch heute.

  • Wie findest du Wohnen im Internat? Hast du genug Freiheit oder ist es ziemlich streng?

Ich würde sagen, dass wir dort genug Freiheit haben. Unsere Lernzeit kommt mir recht, weil ich mir immer zu Hause sagte „ach ja, ich mache es später". Sie kennen es bestimmt. Aber hier muss man sich an den Tisch setzen, Hausaufgaben machen und für schwere schriftliche Tests lernen. Internatordnung kann man schaffen, sie ist nicht so streng. Aber es gibt hier ein paar Punkte, die ich gern ändern würde. Zum Beispiel Nachtruhe und Spaziergänge.

  • Wie findest du das Kollektiv im Internat – hast du mehr Freunde unter Tschechen oder unter Deutschen?

Es ist etwa gleich. Deutsche und Tscheche in höheren Klassen organisieren fast jede Woche eine Party zusammen. Deswegen würde ich nicht sagen, dass sie Probleme mit der Kommunikation haben.

  • Wie intensiv musst du dich auf den Unterricht vorbereiten? Was machst du in deiner Freizeit?

Lernen ist etwa das schwierigste Ding – ohne das wäre das Leben im Internat wirklich gesegnet. Ich habe Zeit für Lernen, aber man vergisst einfach manchmal eine Hausaufgabe oder man bemerkt nicht, dass man KK (Kurzkontrolle) schreibt und dann bekommt man eine schlechte Note. Aber das kann man leicht korrigieren. In der Freizeit bummle ich meistens durch die Stadt, sehe mir Geschäfte an, kaufe Essen ein (nicht aus dem Grund seines Mangels im Internat) oder ich sitze nur in meinem Zimmer. Ab und zu gehen wir mit Freunden aus oder auf die Schaukeln an der Elbe.

  • Wie viele Sprachen habt ihr in der Schule? Welche?

Die Hauptsprache ist Deutsch,dann lernen Schüler ab 5. Klasse Tschechisch und alle lernen wir Englisch. Später können wir uns andere Sprachen, wie z. B. Französich, auswählen oder wir können beliebig Lateinunterricht besuchen.

  • Wie findest du dort Lehrer und Erzieher?

Ich bin mit allen zufrieden, aber manchmal bringt mich einer der Lehrer oder Mentoren aus der Fassung. Lehrer unterrichten gut, wir lernen viel, aber wir müssen hart arbeiten. Das Problem kommt, wenn jemand fehlt. Es genügt ein Tag und man schafft nicht.

  • Wie oft fährst du nach Hause?

Normalerweise fahre ich am Freitag nach der Schule nach Hause und ich komme am Sonntagabend zurück. Aber ein paar Mal im Jahr gibt es auch gemeinsame Wochenenden, so dass ich im Internat bleibe.

  • Bist du immer noch im Kontakt mit deinen ehemaligen Freunden in Prag? Triffst du sie?

Ja, ich habe Kontakte mit ihnen. In den Ferien besuche ich regelmäßig mein ehemaliges Gymnasium (Erzbischöfliches Gymnasium, Prag 2) oder wir gehen mit ehemaligen Freunden aus und spielen verschiedene Spiele.

  • Was möchtest du nach dem Abitur machen?

Ich möchte eine Hochschule in Deutschland studieren. Dann möchte ich mit meinem Vater als Übersetzerin und Dolmetscherin arbeiten.

  • Was stellst du dir unter dem Begriff erfolgreich vor?

Gute Noten, viele Freunde, gute Beziehungen mit Lehrern und Mentoren und dabei ein gutes Gefühl im Herzen haben.

  • Welchen Kindern würdest du Lernen in Pirna empfehlen?

Während der Aufnahmeprüfungen basiert man viel auf Sprachen. Deswegen würde ich empfehlen, fleißig sowohl Deutsch als auch Englisch zu lernen. Hauptsächlich sollten Sie nicht auf Loorbeeren einschlafen! Glauben Sie sich, dass Sie es schaffen. Aber wenn Sie sich überschätzen, dann geht es schnell bergab und sie werden schlechter und schlechter. Sie müssen nicht nur am Ende des Schuljahres aus der Schule oder dem Internat ausgeschlossen werden. Wenn Sie am Ende des Halbjahres einen sehr schlechten Durchschnitt haben, können Sie sofort ausgeschlossen werden. Oder wenn Sie schwer die Internatordnung verletzen. Die beste Lösung ist einfach gute Noten und gute Beziehungen mit Mentoren zu haben. Dann ist es alles leichter.